1. Praktiken der Visualisierung

Der Fokus auf Praktiken der Visualisierung wie Kontrastbildung, Farbgebung, Materialität, digitale Montage, kognitive Wahrnehmungssteuerungen durch Medien oder Verfahren der Imagination macht die Prozesshaftigkeit visueller Produktion reflexiv zugänglich. Den methodischen Schwerpunkt auf die Praxis zu legen heißt, die Aufmerksamkeit auf die Dispositive der Herstellung zu lenken und damit auch die Abhängigkeit von Bedingungen historischer Variabilität und diskursiver Legitimität mit zu bedenken. So erst können Zirkulation, Übersetzung, Archivierung oder Kupierung visueller Codes, die Diskurse und Instrumente, deren Zusammenwirken allererst Sichtbarkeit erzeugt, in die Analyse mit einbezogen werden.

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1. Visualisation practices

Focusing on visualisation practices such as contrast, colour, materiality, digital montage, or cognitive perception guidance through media or imaginary processes helps render the processuality of visual production accessible for reflection. Emphasising practice not only involves drawing attention to production apparatus but also requires that one take into account varying historical contingencies and discursive legitimation. Only then can the circulation, translation, archiving or amputation of visual codes, and the instruments and discourses that together bring about visibility in the first place, be included in the analysis.